Hochgewölbte Blätterkronen,
Baldachine von Smaragd,
Kinder ihr aus fernen Zonen,
Saget mir, warum ihr klagt?
Schweigend neiget ihr die Zweige,
Malet Zeichen in die Luft,
Und der Leiden stummer Zeuge
Steiget aufwärts, süßer Duft.
Weit in sehnendem Verlangen
Breitet ihr die Arme aus
Und umschlinget wahnbefangen
Öder Leere nicht'gen Graus.
Wohl ich weiß es, arme Pflanze:
Ein Geschicke teilen wir,
Ob umstrahlt von Licht und Glanze,
Unsre Heimat is nicht hier!
Und wie froh die Sonne scheidet
Von des Tages leerem Schein,
Hüllet der, der wahrhaft leidet,
Sich in Schweigens Dunkel ein.
Stille wird's, ein säuselnd Weben
Füllet bang den dunklen Raum:
Schwere Tropfen seh' ich schweben
An der Blätter grünem Saum.
By Mathilde Wesendonck
Slender palms of emerald splendor, arching over me, like a fane; blossoms, breathing odours tender, tell me, why do you complain? Silent sufferers, here that languish, dreaming toward an early death, all your tale untold of anguish is the incense of your breath. For your native sunlight pining, each a sister’s grief would bear, and your spreading limbs, entwining, clasp a sunless heated air. Well I know it, blossoms tender; we must own a tyrant’s sway, we must pine mid foreign splendor, for our country, far away! As the sun, to rise tomorrow, sinks beneath the darkening clouds, so the heart, over fraught with sorrow, all its grief in silence shrouds. Stillness reigns, a sigh, a whisper stirs the dreaming palms overhead; heavy dew-drops, hanging, glister, from the leaves, like tears unshed.